Dienstag, 29. September 2015

...und schon wieder vorbei



so, jetzt ist die kurze Reise schon wieder vorbei, in ein paar Stunden steige ich in den Flieger Richtung Heimat. Ich habe eine kleinen Einblick in zwei lebendige und sehr beindruckende Städte bekommen, ich hätte gerne mehr von der Landschaft und der Tierwelt gesehen - aber so gibt es einen Grund noch einmal hier herzukommen und dann schreibt hoffentlich wieder der Frank die Blogtexte. Da ich nie für die Worte, sondern immer für die Fotos zuständig bin, gibt es heute auch einfach mehr von dem einen und weniger von dem anderen:







Eine ganz besondere Freude war es mir, meinen alten Studienkollegen nach 10 Jahren wieder zu treffen. So habe ich Sydney nicht nur aus dem touristischen Blickwinkel zu sehen bekommen und vor allem die Stadt auch bei Nacht intensiv erkundet.

Liebe Grüße und bis bald, 
Tine




Donnerstag, 24. September 2015

Australien (city-)wildlife

Auch wenn ich von Brisbane nur einen Bruchteil gesehen habe, da ich leider die meiste Zeit im Kongresscenter verbracht habe, hat die Stadt einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Wenn auch nichts außergewöhnliches oder ein besonderes Juwel, wirkt Brisbane wahnsinnig sympatisch: Die Straßen sind sehr belebt, die Menschen sind unfassbar freundlich, an jeder Ecke ist irgendwas los (Musik, Thater, Festival, Kunst und, und, und...) und der Fluss ist abwechslungsreich in das Stadtleben integriert und wird von allen unterschiedlichst genutzt.
Allerdings wirkt alles so westlich, dass man manchmal vergisst am anderen Ende zu sein und vor allem die Fußgängerzone auch irgendwo in Europa sein könnte.

Den Preis haben wir leider nicht gewonnen, aber was soll's... probieren wir es halt in ein oder zwei Jahren noch einmal.
Da nun mal keine Zeit für "real australien wildlife" ist, war ich gestern in einem Tierpark in der Nähe von Brisbane und habe mir die abgefahrene Tierwelt von Australien mal aus der Nähe angeschaut. Schon schräg, was sich auf diesem isolierten Kontinent so entwickelt hat - und ja ich bin total verliebt in Koalas, Wombats und Kängurus...




Um noch ein wenig von Australien zu sehen, fliege ich morgen für ein paar Tage nach Sydney, mal schau'n was der Süden so zu bieten hat.

Frühlingshafte Grüße in den europäischen Herbst
Tine

Montag, 21. September 2015

mal kurz ans andere Ende der Welt...

... diesmal leider alleine und zwar dienstlich, aber das soll mich nicht davon abhalten Euch ein paar Eindrücke von Down Under nach Hause zu senden. Mit 24 Stunden Verspätung und völlig übermüdet in Australien angekommen war das Wochenende in Byron Bay, dem östlichsten Punkt des australischen Festlands, schon einmal ein Highlight. 


Südlich von den Hochhausbunkern der Golden Coast von Brisbane zeigt sich Byron Bay als kunterbunes - eher layed back - Örtchen mit einer bezaubernden Strand- und Klippenlandschaft. Natürlich gibt es überall Surfer so weit das Auge reicht, aber ich habe mich natürlich viel mehr für die Unterwasserwelt der Julian Rocks begeistern können.
Tauchen bei nur 18°C und 10 Meter Sicht muss man mögen, aber mal in die australische Deep Blue Sea zu schnuppern war das Erlebnis wert. Für wenige Sekunden hat sich mir auch ein größerer Hai gezeigt, auf dem Foto kann man Ihn mit viel Fantasie auch erahnen...

Morgen/heute gehts zum Arbeiten nach Brisbane, ich bin gespannt auf meine erste australische (Groß)stadt und vor allem auf die Kommunikation mit den Aussies. Bisher kann man es sprachlich mit dem Besuch eines Deutschen in Österreich vergleichen... Manchmal fragt man sich doch, ob man nicht eine andere Sprache gelernt hat...

Liebe Grüße
Tine

Freitag, 5. Juni 2015

Disneyland

Liebe Stammleser,
jetzt haben wir uns Bali mal angeschaut und Bali hat mit Indonesien soviel zu tun wie Ruedesheim mit dem Rheingau, Ko Samui mit Thailand oder das nachgebaute Hallstatt (ja ok, auch das Echte) mit dem Salzkammergut. Das ist aber alles ueberhaupt nicht schlimm, jedenfalls fuer die Balinesen und die Touris koennen ja selber entscheiden ob sie nach Kuta wollen.
Wir sind vom Norden gekommen und haben erst mal ein paar Tage in Pemuteran gehalten, das ist schoen und (vor der Hauptsaison) auch schoen ruhig, nur gilt das leider auch fuers Tauchen, weswegen wir schon bald weitergezogen sind. 


Ubud ist wunderschoen im Hochland inmitten von Reisfeldern gelegen, erstickt aber an Sovenirshops und den dazugehoerigen Touristenhorden, so dass wir trotz traumhaftem Hostel schon nach einer Nacht weitergezogen sind.
Im Suedosten Balis gibt es drei kleine vorgelagerte Inseln und auf einer von denen, Lembongan, haben wir unseren ganz persoenlichen Urlaubsabschlussstrand gefunden, mit dazugehoherigem Traumbungalow (der mal zu einem 5-Sternehotel gehoert hat, aber das war Ihnen zuviel Arbeit und so ist das ganze jetzt ein bischen improvisiert, voller Charme und vor allem bezahlbar)  und dort waren wir dann auch nochmal tauchen. Wir haben nicht soviel erwartet, auch, weil wir von Sulawesi was Unterwasserwunder angeht schon sehr verwoehnt waren, aber was wir gefunden haben ist einen eigenen Film wert. Bis der in die Kinos in Eurer Naehe kommt, stellen wir Euch eine Minute Rohmaterial zur Verfuegung, einfach draufklicken und mitstaunen, wir sind immer noch sprachlos...







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Zum Abschluss waren wir wegen Flughafennaehe noch eine Nacht in Sanur, aber dass sieht aus wie die Costa Brava, war nicht so unseres und wird immer noch und mehr zugebaut, so wie der ganze Sueden der Insel. Das hat uns immerhin den Abschied von Indonesien ein bischen leichter gemacht.

Bali aus der Ferne sieht deutlich besser aus...

Singapur hat sich ganz prima und nahtlos an Bali angeschlossen, hier ist auch ueberhaupt und gar nix echt. Ein bischen gruselig, aber wenn sie die Lichter einschalten faellt es schwer sich der Faszination dieser Blinkerei zu entziehen (Auch hier gibt es ein bischen Filmmaterial als Anregung fuer die naechste Weihnachtsdeko). Und nebenbei ein wunderbarer Schmelztiegel, friedliches Miteinander, aber wenn der Kuchen gross genug ist gibt es halt auch keinen Grund zum Streiten.


Wir sagen danke, dass Ihr uns die letzten vier Wochen begleitet habt und freuen uns darauf Euch die Geschichten, die hier keinen Platz hatten persoenlich zu erzaehlen.
Alles Liebe und wir hoffen Euch geht es gut, bis hoffentlich bald,
 Tine und Frank

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Donnerstag, 28. Mai 2015

A Ring of Fire


Liebe Bergfreunde,

besagter Feuerring ist nicht nur ein Gassenhauer des Man in Black, sondern auch ein populaerer Name fuer die seismologisch aktive Zone in der fast ganz Indoniesen liegt. Das Resultat sind mehr aktive Vulkane in einem Land als auf dem Rest der Welt zusammen. Zwei davon, beide auf Java gelegen, haben wir uns zur Besteigung herausgepickt. 

Den Anfang gemacht hat der Mount Bromo und die erste echte Herausforderung war das Hinkommen. Flug, Bus, Bus und Minibus, letzteren mussten wir nach zaehen Verhandlungen mieten, um nicht stundenlang zu warten bis genug Passagiere beisammen sind.



Gelohnt hat sich die Anreise allemal. Der Bromo liegt umgeben von einem Plateau, dass er sich mit seinen Ausbruechen selbst geschaffen hat. Dafuer hat er zwar mit seiner Spitze bezahlt, aber der Praesentierteller auf dem er jetzt steht war das jedenfalls wert. Die Marschiererei durch diese Wueste ist eigentlich nur ein netter Spaziergang, deshalb haben wir das auch zweimal gemacht. War gut so, denn die zweite Runde, in Dunkelheit zum Sonnenaufgang, hat uns durch die wildeste Nebelsuppe in der wir je geschwommen sind gefuehrt. Oberoesterreich ist nix dagegen! Und ohne die Ortskentniss vom Vorabend haetten wir zum einen den Sternenhimmel verpasst und uns zum anderen im Nebel auf ewig verirrt.


Kann man natuerlich alles auch im Jeep als Tour buchen, aber wie wir alle wissen zaehlen nur selbst bestiegene Berge. Als die Jeeps anekommen sind waren wir denn auch schon wieder am Abstieg.

Da wir schon mal so schoen im Tritt waren, sind wir quasi direkt vom Fuss des Bromo zum naechsten Gipfel weitergefahren. Der Kavah Ijen ist noch ein bisschen aktiver als der Bromo, so dass hier zum Rauchen auch noch Schwefel in Fluessigform aus dem Berg rinnt. Der faengt leicht Feuer und brennt dann, wisst Ihr natuerlich, blau. Sieht bei Nacht ziemlich spektakulaer aus, wovon wir uns ueberzeugen wollten . Dafuer mussten wir dann noch ein bisschen frueher aufstehen, weil wir ja im Finsteren oben sein wollten. Und allein haben wir uns das auch nicht getraut. Gott sei Dank wissen die Javanesen um die verrueckten Touristen, so dass um halb drei in der Frueh schon etliche Guides am Fuss des Berges rumlungern. Von denen haben wir, wie immer, den besten und herzlichsten erwischt.


Das mit dem blauen Feuer hat sich rumgesprochen, weshalb wir nicht die einzigen waren, aber die andern gehen wohl sonst nicht auf Berge, die meissten haben wir jedenfalls irgendwann ueberholt.
Wer uns ueberholt hat, waren einige Einheimische in FlipFlops mit Bastkoerben auf dem Ruecken. Und bevor wir oben waren kamen uns von denen auch schon wieder welche entgegen. Diesmal die Koerbe gefuellt mit ca. 80kg Schwefel in Brocken. Die haben sie im Krater mitten im beissenden Schwefeldampf mit einem Spaten rausgebrochen und dann runterschleppt. 500 Hoehenmeter. 4 Mal am Tag. 30 Jahre lang. Jeden Tag. 4 Euro pro Ladung. Fotografieren wollten wir das nicht, aber vergessen werden wir das sicher nie.

Das Erlebnis, oben zu stehen und mit der beginnenden Tageslicht zu erkennen wo wir da raufgekraxelt sind, war ziemlich unbeschreiblich, aber wir koennen Euch Bilder zeigen.


Zwei Berge waren genug, wir fahren jetzt nochmal tauchen und schauen uns an, was es mit diesem Bali, von dem immer alle reden, so auf sich hat.

Berg Heil,

Tine und Frank